Gestern ging's zum Kate-Nash-Konzert in der ausverkauften Essigfabrik in Köln.
Ausverkauft heißt aber nicht gleich gut:
Das Publikum war so langweilig, wie ich es noch nie zuvor erlebt hatte. Man hörte zwischendurch mal ein leises Stimmchen mitsingen, ein paar schunkelten mit ("Tanzen" war an diesem Abend ein Fremdwort!), nach jedem Song wurde höflich Applaus gespendet, aber der Funke wollte einfach nicht so ganz überspringen. Kate selber hat zwar ganz okay gesungen, ich hatte aber das Gefühl, dass sie nach der ersten halben Stunde keine Lust mehr hatte zu spielen. Nahezu "lieblos", und unter einigem Gekreische ihrerseits, spielte sie die Setlist herunter. Von ihrem Charme kam leider nichts rüber.
Lediglich zwei Songs wurden von ihrem allseits geliebten Debütalbum "Made of Bricks" gespielt: "Mouthwash" und "Foundations".
Der Sound leiß ebenfalls zu wünschen übrig und die Band war auch nicht so ganz bei der Sache.
Nach knapp einer Stunde kündigte sie den letzten Song an, "Model Behaviour".
Schade. Ich hatte gehofft, dass zum Schluss noch ein bekanntes Lied kommen würde, wie "Merry Happy" oder "Mariella" oder "Pumpkin Soup" oder oder oder. Eben etwas, was jeder kannte, was jeder mitsingen konnte, etwas, was das Publikum zum Schluß animieren würde, frei nach dem Motto "Lieber spät, als nie!"
Man konnte ja eigentlich erwarten, dass eine Künstlerin, die zwei Alben rausgebracht hat, länger als eine Stunde spielt. Zum Schluß bedankte sie sich noch für's kommen und ein Raunen ging durch den Saal, als sie endgültig die Bühne verließ. Keine Zugabe, garnichts, obgleich es an ihrer Stimmung oder an dem Publikum lag, was so schlecht auf die neuen Lieder einging.
Ich hoffe, dass das Kölner Konzert eine Ausnahme war. Ich dachte eigentlich, dass Kate eine Künstlerin ist, die sowohl auf ihrem Studioalbum, als auch live überzeugen würde.

(Mein Handy hat leider nicht mehr zu bieten, haha.)
xx